Die Südtiroler Filmförderung IDM Film & Music Commission unterstützt im ersten Fördercall des Jahres zwölf Projekte. Sieben der neun italienischen Projekte kommen aus Südtirol, zwei Projekte aus Deutschland und eines aus Österreich. Für die Umsetzung der unterstützten Produktionen sind 74 Drehtage in Südtirol angesetzt. Gesamtfördersumme verteilt sich auf die Produktionsförderung von sieben Projekten – vier Spielfilmen, zwei Dokumentarfilmen und einer Serie – sowie auf zwei Kurzfilmprojekte. In der Produktionsvorbereitung werden drei Filmideen, ein Spiel- und zwei Dokumentarfilme, gefördert.
Sieben Projekte werden mit Produktionsförderung unterstützt
„Joe der Film II“ erzählt vom unbedarften Joe von Anfing, der sich plötzlich mit der Hauptrolle in einem Ötzi-Film konfrontiert sieht. Produziert von der Bozner Moviemento und Albolina Film, Regie und Drehbuch stammen von Thomas Hochkofler, der für den Film erneut in die Rolle des Joe schlüpft. Koautor ist Robert Ausserer. Gedreht wird voraussichtlich ab September für insgesamt 28 Drehtage. Für einige Tage kommt die deutsche Family Entertainment-Produktion „Miniatur Wunderland“ nach Südtirol. Die Abenteuergeschichte des vierjährigen Matteo, der durch einen Zauberstein in die Modellwelt des Miniatur Wunderlands in Hamburg hineingesogen wird, entsteht ab August. Ebenfalls Station in Südtirol macht die italienisch-rumänische Produktion „Dor“. An elf Tagen in Bozen und Meran realisiert Valeria Testagrossa (Regie und gemeinsam mit Giulia Pietrozzini auch Drehbuch) Teile ihrer Geschichte von zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und dennoch in enger Freundschaft zueinander finden. In Frankfurt am Main angelegt ist das deutsche Sozialdrama „Jumoke“ von Oliver Hardt, produziert von den deutschen Produktionsfirmen Neopol Film, Kellner & Zapf und Oma Inge Film. Jumoke und Eddy kämpfen darin um einen Platz im Leben, eine ungewöhnliche Liebesgeschichte inmitten der Brennpunkte aktueller gesellschaftlicher Umbrüche. Beim Dokumentarfilm „Ultimo Artigiano“ dreht sich alles ums Handwerk und die Technisierung dieser Berufe. Lilian Sassanelli untersucht in ihrem italienisch-deutschen Dokumentarfilmprojekt „Voi come noi“, wie der Blick ganzer Generationen von Frauen auf weibliche Schönheit geprägt wurde, produziert von Matto Film aus Bozen, Ventura Film aus Chiasso und Glass Frog Films (Hamburg). Gedreht wird ab April. Und in der österreichischen True-Crime-Dokumentarserie „Exit: E66 – Der Tod von Ulrike Reistenhofer und Carmen Wieser“ erzählen Robert Buchschwenter (Buch) und Florian Kröppel (Buch und Regie) von einer Serie ungeklärter Frauenmorde zwischen Deutschland, Österreich und Italien. Die Wiener Looks Vienna Media produziert.
Unterstützung von zwei Kurzfilmen
Cecilia Bozza Wolf erzählt in ihrem Horrorfilm „Bestie Forever“ von zwei Freundinnen, von denen eine bei der Rettung der anderen im Gesicht entstellt wird und sich mit fatalen Folgen in die Isolation zurückzieht. Der Film wird vom Abisso Studio aus Bozen produziert. Und Giulia Palaia macht mit „Anita è un Pesce“, produziert von Frabiatofilm aus Bozen, eine dystopische Welt an der Adria auf, in der anthropomorphe Fischgeschöpfe dem Tourismus den Garaus machen. Für die beiden Freundinnen Anita und Olivia beginnt dort eine surreale Reise. Das Projekt wurde im Rahmen der Kurzfilm-Programme MASO #1 entwickelt.
Produktionsvorbereitungsförderung für drei Filmprojekte
Das teilanimierte Biopic „Alexander Langer“ porträtiert den Südtiroler Politiker und Intellektuellen Alexander Langer. Das Treatment wurde von Alessandro Ingaria geschrieben, der auch die Regie übernehmen wird. Der Autor des Animations-Teils ist Simone Massi. Abisso Studio wird produzieren. In „Ultima Irratio“ begleiten sich die beiden Filmemacherinnen Martine De Biasi und Katharina Burger bei der Gründung ihrer Familie mit der Kamera - eine gemeinsame Produktion der Albolina Film aus Bozen und der Eutopiafilm aus Innsbruck. Und die Autoren Armin Ferrari und Jadel Andreetto bereiten das Biopic „Tovarišc Omega Jim“ über Peter Kolosimo (1922–1984), italienischer Kultautor fantastischer Archäologie, vor. Point Nemo aus Mailand produziert.
2026 sind noch zwei Förderrunden mit folgenden Fristen angesetzt:
- Call # 2 | 2026: Einreichung bis 5. Mai 2026
- Call # 3 | 2026: Einreichung bis 8. September 2026
Ein Beratungsgespräch ist vor der Einreichung eines Förderantrags unbedingt erforderlich.