20 Filmprojekte über historische und zeitgenössische Stoffe bis hin zu Dolomitensagen

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Im zweiten Fördercall des Jahres unterstützt die Südtiroler Filmförderung 20 Filmprojekte: Sieben der elf italienischen Projekte kommen aus Südtirol, vier Projekte aus Deutschland und je eines aus Österreich, der Schweiz, England, der Niederlande und Singapur. Für die Umsetzung der unterstützten Produktionen sind rund 100 Drehtage in Südtirol angesetzt.

Acht Projekte mit Produktionsförderung, vier davon fiktional

Die IDM unterstützt „Lassie und die Legende vom wilden Bären“, den neuesten Teil der erfolgreichen Kinoreihe um den bekanntesten Hund der Welt. Für den Kinderfilm der Berliner Henning Ferber Filmproduktion führt Mara Eibl-Eibesfeldt die Regie, das Drehbuch stammt von Andreas Cordes. Gedreht wird an elf Tagen in Südtirol. Auch die Fortsetzung von „Der Buchspazierer“ wird zum Teil in Südtirol realisiert. Ab September steht Christoph Maria Herbst für „Der Buchspazierer und die Liebe“ vor der Kamera. Wüste Film Hamburg produziert nach einem Drehbuch von Andi Rogenhagen und Carsten Henn, dem auch die Romanvorlage zu verdanken ist. Regie führt Ngo The Chau. Aus der Schweiz kommt das Projekt „Under the Ice“. C-Films aus Zürich produziert den Thriller nach einem Drehbuch von Alexander Buresch und Fabien Virayie, Regie führen Jan-Eric Mack und Claudio Faeh. Gedreht wird voraussichtlich ab Oktober 2026 in Bozen, Brixen und Sand in Taufers. Für die erfolgreiche britische Comedy „The Cleaner“ entsteht das Christmas Special in Südtirol. Der britische Comedian Greg Davies schreibt die Serie. Er spielt auch die Titelrolle. Die Rolle eines fragwürdigen Hotelmanagers übernimmt Rupert Everett. Gedreht wird im Schnalstal. Produktion: Studio Hamburg UK mit Sitz in London.

Produktionsförderung für vier Dokumentarfilme

In dem Film der Kölner Florianfilm über geheime Gärten in Italien – „Italy‘s secret gardens“ – darf Südtirol nicht fehlen. Die beiden Südtiroler Cornelia Schöpf (Treatment und Regie) und Federico Campana (Regie) drehen dafür auch auf der Malser Haide im Oberen Vinschgau. Albolina Film aus Bozen begleitet in „Shanti Powa – Music is our Weapon” (Regie und Drehbuch: Christoph Franceschini) das Südtiroler Kollektiv Shanti Powa bei der Entstehung ihres fünften Studioalbums. Gedreht wird diesen Sommer, u.a. an mehreren Südtiroler Orten. Und auch der Südtiroler Reinhold Messner bereitet mit seiner Dolomites Film seinen neuesten Film vor: „Das Vermächtnis“ schildert die deutsch-österreichische Expedition zum Nanga Parbat im Jahr 1953. Messner schrieb das Treatment zum Film und wird Regie führen. In „La Base. Una Storia di Confine” (AT) erzählt die Chorus Filmfactory aus Trient unter der Regie von Vittorio Curzel von einer ehemaligen Kaserne in Schlanders (Südtirol), die heute als Kreativstandort genutzt wird. Gleichzeitig wird über ihren Erhalt kontrovers diskutiert.

Unterstützung von drei Kurzfilmen

„Can You Touch Me?“, ein im Rahmen des MASO#2-Programms entwickelter Kurzfilm, erzählt von einem jungen Mann aus China, der in den Bergen eine lebensverändernde Begegnung hat. Produziert wird der Film von Potocol Pte aus Singapur. In „Grenzgang“ gerät ein Tiroler Grenzpolizist in einen Konflikt zwischen beruflichen Pflichten und persönlichen Problemen. Produziert wird der Kurzfilm von Movie.mento aus Bozen. Regie führt Lorenz Klapfer. „Kalte Nähe“ erzählt von einem Mann, der nach Jahren auf den Hof seines Vaters zurückkehrt und dabei mit seiner problematischen Vergangenheit konfrontiert wird. Regie führt Florian Tappeiner, der auch das Drehbuch schrieb. Produziert wird der Film von der Gugg OHG des Andreas von Spinn & Florian Tappeiner.

Produktionsvorbereitungsförderung für neun Projekte

Das historische Drama „Flügge“ der bayerischen Willit Grain erzählt von einer jungen Frau in einem Bergdorf kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs, die davon träumt, ein Flugzeug zu bauen und davonzufliegen. Gaudenz Leopold Schraudolph entwickelt den Kinospielfilm mit seiner Koautorin aus Südtirol, Lisa Maria Kerschbaumer. „The Winnowing“ spielt in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg und erzählt von einem traumatisierten Militärarzt. Die Bozner Greif Produktion realisiert den Horrorfilm. Regie führt Alessio Liguori nach einem gemeinsamen Drehbuch von ihm und Fabio Canepa. Aus Österreich kommt das Dokumentarfilmprojekt „Perfect Tiger“, das den Erfolg des Tigerschutzes in Indien beleuchtet. Nikolaus Geyrhalter Filmproduktion realisiert das Treatment von Tamara Diepold, die gemeinsam mit Julian Giacomuzzi und Nishant Shailajan auch Regie führen wird. Die Südtirolerin Maura Delpero (Buch und Regie) beleuchtet in „Klimt“ existenzielle und sozioökonomische Themen unserer Gegenwart anhand der intimen Geschichte von drei Mitgliedern derselben Familie. Der Kinospielfilm ist eine Produktion der Cinedora S.r.l. aus Bologna. Regisseur RP Kahl stellt nach einem Treatment von Lars-Olav Beier in „Heinz Rühmann – Ein Schauspielerleben“ die Geschichte des beliebten deutschen Schauspielers vor. Der Film ist eine Produktion der A Company Italia aus Bozen. Das Animationsprojekt „Nanà“ der Meraner Da Palmer Film erzählt von einem fünfjährigen Mädchen, das mit Hilfe einer magischen Brille Tiere versteht. Das Drehbuch zu dem Serienprojekt stammt von Tanja Schweigl. „Sotto i Nostri Occhi“ begleitet Betroffene von Missbrauch durch Geistliche in Südtirol. Regisseur und Autor ist Luca Bedini, produziert wird der Dokumentarfilm von Pongofilms aus Modena. Levante Produzioni aus Triest greift mit ihrem aktuellen Animationsfilm „Dolasilla – Principessa del Destino“ die Sagenwelt der Fanes um König Proserpio und seiner Tochter Dolasilla auf. Das Drehbuch verfassen Anita Rivaroli und Carlo Zoratti. Schließlich fördert IDM auch die Vorbereitung des niederländischen Dokumentarfilms „Der Deserteur” über die Geschichte des Südtirolers Ignaz Fürgler, der sich vom SS-Rekruten zum Widerstandskämpfer in Holland wandelte. Das Treatment stammt von Luna Fürgler, eine der beiden Urenkel. Regie führt Willy Lindwer, produziert wird von Staccato Films aus Amsterdam.

Foto Copyright 2022 Chorus FilmFactory - Vittorio Curzel
Veröffentlicht am 29.06.2026