Am Freitag, 10. April, wurde die 39. Ausgabe des Bolzano Film Festival Bozen (BFFB) mit dem von der IDM Film & Music Commission unterstützten Dokumentarfilm „Elon Musk Unveiled: The Tesla Experiment“ des Südtiroler Regisseurs Andreas Pichler (Produktion: Beetz Brothers) eröffnet.
Der mutige Film bietet einen tiefen Einblick in das System Elon Musk, seine Weltsicht und seinen Modus Operandi. TAKE hat dem Regisseur Andreas Pichler und dem Produzenten Georg Tschurtschenthaler – beides gebürtige Südtiroler – jeweils drei Fragen gestellt.
Drei Fragen an Regisseur Andreas Pichler
Wie sind Sie als Südtiroler zum Film gekommen und als Dokumentarfilmer mit international beachteten Projekten so erfolgreich geworden?
Ich bin praktisch ein Kind des Filmlands Südtirol, so wie es sich in den letzten Jahren entwickelt hat. Ich habe die Filmschule ZeLIG in Bozen besucht, einige Jahre in Berlin verbracht und bin dann wieder nach Südtirol zurückgekehrt. Ich habe angefangen, Dokumentarfilme zu machen, als es hier noch keine Filmförderung gab, und habe mich damals stark dafür eingesetzt, dass so etwas geschaffen wird, wie wir es heute haben.
Das BFFB wurde in diesem Jahr mit Ihrem Film eröffnet – ein Heimspiel. Wie wichtig ist Ihnen diese lokale Präsenz?
Es ist eine Auszeichnung für das Filmland Südtirol, dass das lokale Festival mit einem hier produzierten Film eröffnet wird. Zudem ist es ein wichtiges Zeichen für den Dokumentarfilm in unserem Land und seine Bedeutung.
Was ist das Besondere an Ihren Filmen, gerade im Hinblick auf die Produktion und den Bezug zu Südtirol?
Meine Filme verbinden das Internationale mit dem Lokalen – und wir zeigen, dass das hervorragend funktioniert. Für dieses Projekt haben wir außerhalb von Südtirol recherchiert und gedreht und uns mit einem globalen Thema beschäftigt. Die Planung und Postproduktion erfolgten aber in Südtirol, und dabei spielen lokale Komponenten eine zentrale Rolle. Für den Schnitt haben wir beispielsweise mit zwei hiesigen Editoren zusammengearbeitet und auch einen Südtiroler Kameramann eingesetzt.
Drei Fragen an Produzent Georg Tschurtschenthaler (Beetz Brothers)
Wie wichtig war die Unterstützung dieses brisanten Filmprojekts durch die IDM Film & Music Commission?
Die Förderung ist ein enorm wichtiges Zeichen für einen so mutigen Film. Gerade bei diesem Projekt mussten wir extrem darauf achten, dass alles juristisch absolut korrekt, sauber recherchiert und unangreifbar dargestellt wird. Dabei war vor allem die Zusammenarbeit mit entsprechenden juristischen Partnern essenziell.
Welche Größenordnung hatte die Förderung durch die IDM in diesem Fall?
Hier machte sie rund zehn Prozent des Budgets aus. Im Vergleich dazu liegt der Südtiroler Förderanteil bei unseren Projekten meist zwischen 10 und 30 Prozent. Bei diesem speziellen Film konnten wir zudem wichtige Gelder durch den Verkauf der Ausstrahlungsrechte sichern, unter anderem an die ARD und Sky.
Welche internationale Bedeutung hat dieses Dokumentarfilmprojekt?
Es ist ein Film, der weltweit in der Top-Kategorie der Dokumentarfilme mitspielen wird. Um das richtig einzuordnen: Es gibt jährlich nur etwa 20 Projekte, die zu dieser Liga zählen, in 30 bis 40 Ländern ausgestrahlt und auf den wichtigsten Festivals gezeigt werden.