„Joe der Film II“: Südtiroler Komödie bringt Ötzi und 65 Südtirolerinnen und Südtiroler auf die Leinwand

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Am Set im Sarntal entsteht derzeit „Joe der Film II“. Die neue Komödie von Thomas Hochkofler ist ein Film von Südtirolern für Südtirol – mit dem Protagonisten in gleich drei Rollen, zahlreichen bekannten Darstellerinnen und Darstellern sowie einem deutlich größeren Produktionsaufwand als beim erfolgreichen ersten Teil.

Nach dem großen Erfolg von „Joe der Film“ vor fünf Jahren legt das Südtiroler Filmteam nach. Insgesamt fünf Produktionswochen sind für die Fortsetzung vorgesehen. Gedreht wurde zunächst im NOI Techpark in Bozen, derzeit befindet sich das Team im Sarntal: Der Stueferhof wird für die Dreharbeiten in den „Motschuner Hof“ verwandelt.

„Beim ersten ,Joe der Film‘ waren wir selbst vom Erfolg überrascht."

Markus Frings

„Beim ersten ,Joe der Film‘ waren wir selbst vom Erfolg überrascht“, sagt Produzent Markus Frings. Rund 65.000 Menschen sahen den Film während der Tour durch Südtirol und in den Kinos. Weitere 80.000 Zuschauerinnen und Zuschauer erreichte der Film bei der Ausstrahlung auf RAI Südtirol. „Wir haben eine sehr großen Respekt vor diesem Erfolg und hoffen, dass wir das Publikum auch diesmal begeistern können“, so Frings.

Verwechslungskomödie mit Ötzi

Produziert wird „Joe der Film II“ von Movie.mento in Koproduktion mit Albolina Film. Die Geschichte stammt von Hauptdarsteller Thomas Hochkofler, alias Joe, und Co-Autor Robert Ausserer. Hochkofler übernimmt im neuen Film insgesamt drei Rollen.

Viel soll über die Handlung noch nicht verraten werden. Einige Eckpunkte stehen jedoch fest: Ötzi und seine Zeit spielen eine wichtige Rolle, im Zentrum steht eine turbulente Verwechslungskomödie. Insgesamt sind 65 Rollen vorgesehen, dazu kommen viele Statisten und natürlich ein großes Team von Crew-Mitgliedern und vielen fleißigen Händen hinter der Kamera. „Am Set teilweise über 100 Personen beschäftigt“, berichtet Regieassistentin Katharina Kammerer.

„Joe ist wieder mittendrin – und diesmal wird es noch verrückter.“

Thomas Hochkofler

„Joe ist wieder mittendrin – und diesmal wird es noch verrückter“, sagt Thomas Hochkofler. Er habe eine Geschichte entwickelt, die bekannte Südtiroler Themen aufgreife und das Publikum zugleich unterhalten solle. „Wir wollen den Südtirolerinnen und Südtirolern auf lustige und sympathische Art und Weise einen Spiegel vorhalten.“

Neben Hochkofler sind zahlreiche bekannte Schauspielerinnen und Schauspieler aus Südtirol oder mit engem Südtirol-Bezug beteiligt. Zum Ensemble gehören unter anderem Anna Unterberger, Lukas Lobis, Georg Kaser, Peter Schorn, Karin Verdorfer, Robert Palfrader und viele mehr.

Der Stueferhof wird zum „Motschuner Hof“

Beim Besuch am Set im Sarntal wird deutlich, wie stark ein Drehort durch Ausstattung und Szenenbild verändert werden kann. Der Stueferhof wird für den Film zum „Motschuner Hof“. Für das Set Design zeichnet Sara Pergher aus Sterzing verantwortlich, die beim vielfach ausgezeichneten Film „Vermiglio“ für die Ausstattung zuständig war.

Mit Pergher arbeitet eine ausgewiesene Fachfrau an der visuellen Wirkung des Films. Ihre Mitarbeit steht zugleich beispielhaft für die zunehmende Professionalisierung des Film Business in Südtirol. „Sara Pergher zeigt, welches Know-how und welche Qualität mittlerweile aus Südtirol kommen“, betont Markus Frings. „Für einen Film wie ,Joe der Film II‘ ist es wichtig, dass die Welt nicht nur inhaltlich, sondern auch visuell funktioniert.“

Größeres Budget, höhere Erwartungen

Finanziert werden konnte die Produktion dank der Unterstützung der IDM Film & Music Commission Südtirol, des Amts für Film und Medien des Landes sowie privater Unterstützer und Sponsoren.

„Der Film kostet diesmal zweieinhalb Mal so viel wie der erste Teil – damit sind natürlich auch die Erwartungen größer“, sagt Frings. Gleichzeitig bleibe das zentrale Anliegen dasselbe: „Wir wollen einen Film von Südtirolern für Südtirol machen, mit einem Ensemble, in dem sich das Land wiedererkennt.“

Mit „Joe der Film II“ setzt die Südtiroler Filmszene damit nicht nur auf die Fortsetzung einer erfolgreichen Geschichte, sondern auch auf regionale Zusammenarbeit, professionelle Produktionsbedingungen und ein Publikumsthema mit lokaler Verankerung.

Wichtigste Beteiligte:

  • Regisseur, Autor und Hauptdarsteller: Thomas Hochkofler
  • Produzent: Markus Frings
  • Co-Produzent: Wilfried Gufler
  • DOP: Harald Erschbaumer
  • Location Manger und Co-Autor: Robert Ausserer
  • Production Design: Sara Pergher
  • Musik: Marco Facchin
  • Schnitt: Stefan Ghedina
  • Kostüm: Rita Kröss
  • Maske: Gudrun Pichler
  • Licht: Jonathan Rinn
  • Ton: Lorenzo Misia
  • Key Grip: Beniamino Casagrande
  • Regieassistenz: Katharina Kammerer
  • Produktionsleitung: Norbert Vieider
  • Set-Aufnahmeleitung: Petra Tschenett
  • VFX-Producer: Alexander Feichter
Foto movie.mento
Veröffentlicht am 01.10.2026