Vom Wolpertinger bis zu Taylor Swift in Wien: IDM fördert elf Filmprojekte

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Im dritten und letzten Fördercall des Jahres unterstützt die IDM Film & Music Commission elf Projekte: diese umfassen fünf Filmvorhaben in Produktionsförderung, drei Kurzfilme und drei Projekte in Produktionsvorbereitung. Für die Dreharbeiten sind rund 38 Drehtage in Südtirol geplant.

Mit „Wolpertinger“ und „Toni und Marie – Der Fluch der Geyerin“ unterstützt die IDM zwei Abenteuerfilme für ein junges Publikum. Der Familienfilm „Wolpertinger“ erzählt von der zwölfjährigen Lisa, die sich auf die Suche nach einem Fabelwesen macht, dessen heilendes Blut ihre schwer verletzte Mutter retten könnte. Acht Drehtage sind für August 2027 in Bozen und Umgebung geplant.

In „Toni und Marie – Der Fluch der Geyerin“ gehen zwei Mädchen in den Südtiroler Bergen dem Verschwinden eines Kindes nach. Regie führt Sarah Winkenstette, das Drehbuch stammt von Katharina Ruß. Mit 20 von insgesamt 30 Drehtagen ist das Projekt das drehintensivste dieser Förderrunde in Südtirol. Gedreht werden soll ab Mai 2027 in Margreid, St. Pankraz, Naturns und im Sarntal.

Der Spielfilm „Evaporés – Scomparsi“ von Koya Kamura folgt einem ehemaligen Polizisten, der in der Sperrzone von Fukushima ein Dekontaminierungsteam leitet. Der Fund einer abgetrennten Hand zieht ihn in Ermittlungen hinein, die seine neue Identität gefährden.

Der Dokumentarfilm „Monastero del rumore“ begleitet zwölf Nonnen, die aus Solidarität mit ihrer Äbtissin ein 800 Jahre altes Kloster verlassen haben und eine selbstverwaltete Gemeinschaft aufbauen. Vier Drehtage sind dafür in Südtirol vorgesehen, unter anderem in Villanders, Bozen und auf dem Salten.

Take

In „Taylor Swift Wien“ richten die Regisseure Andreas Pichler und Veronika Kaserer den Blick auf die abgesagten Taylor-Swift-Konzerte in Wien im August 2024 und zwei gegensätzliche Jugendwelten: die inklusive Community der Swifties und junge Männer, die sich online radikalisieren.

Drei Kurzfilme, drei Projekte in Vorbereitung

Die Kurzfilmförderung geht an „Still“, „Confettur“ und „Winter Journey“. Das im MASO-Programm entwickelte „Still“ von Gabriele Fusaro erzählt von einem Zwölfjährigen, der seinem älteren Bruder in die Dolomiten folgt, um ihn nicht zu verlieren. In Camilla Carès „Confettur“ führt ein Glas verschimmelter Marmelade eine Frau nach dem Tod ihrer Mutter zurück in die eigene Kindheit. Das ebenfalls im MASO-Programm entwickelte Roadmovie „Winter Journey“ von Antoine Stehlé handelt von einer Taxifahrerin, die einen an Leukämie erkrankten Mann in einen verschneiten Skiort bringt. Für „Confettur“ sind drei Drehtage in Südtirol geplant, für „Winter Journey“ ebenfalls drei, in Innichen und Altenburg.

In der Produktionsvorbereitung fördert die IDM den Arthouse-Neo-Noir „Principe Blu“ von Suranga Katugampala. Im Mittelpunkt steht ein Mann aus Sri Lanka, der nach dem Tod seiner Arbeitgeberin in Norditalien bleibt und mit deren Sohn in ein spannungsreiches Abhängigkeitsverhältnis gerät. Der Dokumentarfilm „Listen!“ von Nika Saravanja erkundet, wie Klang die menschliche Erfahrung prägt – von ASMR bis zum Einsatz von Musik als Waffe. „Revenge of the Unfinished“ von Tara Najd Ahmadi widmet sich Kunstwerken und künstlerischen Laufbahnen, die unvollendet oder durch gesellschaftspolitischen Druck abgebrochen wurden.

Die Einreichfristen der drei IDM-Fördercalls für 2027 sind der 12. Januar, 18. Mai und 21. September, jeweils um 12 Uhr. Ein Beratungsgespräch ist vor der Einreichung eines Förderantrags verpflichtend.

Foto (c) Anna Hawliczek / beetz brothers film production / markand media; Leis Bagdach (Neufilm GmbH)©
Veröffentlicht am 03.11.2026